anything goes

Einfach lächeln?

Ja, ich weiß: Es gibt so so so viele Menschen, die ihre Zeit damit verbringen, anderen Menschen zu sagen, was gut und richtig für sie ist. Dabei kann das ja eigentlich jeder nur für sich ganz persönlich wissen. Holzwege jedoch schmücken sich manchmal als wackere Pfade, die auch mir zuweilen verlockend erscheinen. Manchmal braucht man Stumper in die richtige Richtung. Aber: Auch wackere Coaches wandeln mitunter auf Holzwegen. Ganz besonders, wenn sie Versprechungen machen, die mit der Realität rein gar nichts zu tun haben. Und ja: Ich bin großer Fan davon, zu träumen, zu wünschen und große Ziele zu haben. Resonanz ist mir durchaus ein Begriff und selbstverständlich lächle ich der Welt am liebsten zu und werde zurückbelächelt. Manche Dinge jedoch lassen sich nicht wegzaubern, auch nicht mit dem glitzerndsten Sternenstaub. Seit ich ein Kind war, weiß ich das. Denn:

Die ungeschminkte Wahrheit: Mit vier Saiten geht alles.

Ich habe special effects. Das ist eigentlich nichts Berichtenswertes. Bei aller Individualität möchte doch jeder nur so individuell sein, dass er nicht unangenehm aus der Reihe stolpert. Ich war ein Spargel, trug wegen meines Rückens ein Korsett, hatte und habe noch immer Asthma und verkürzte Sehnen an meiner Hand. Dies ist tatsächlich nur eine erlesene Auswahl und nichts wäre mir früher lieber gewesen, als all das nicht zu haben. Aber dieses Päckchen bringe ich mit. Ich mag es inzwischen. Und vieles wird noch besser mit Yoga, Meditation und einer positiven Lebenseinstellung. Manche Dinge sind tatsächlich verschwunden. Das ist ein großes Glück und ich fühle mich wunderbar. Nichtsdestotrotz: Das ist meine Grund- nein! Sonderausstattung.

Raus aus der Problemzone

So arbeite ich. Und alles geht: Singen, Klavier, Ukulele und Schlagzeug spielen, Tanzen. Daran gezweifelt habe ich eigentlich nie, denn all das kam aus mir heraus. Als Impuls, Gefühl, etwas, das immer schon da war und nur irgendwie Ausdruck finden musste. Warum ich das schreibe? – Weil ich in den Untiefen des Netzes und auch in der medialen Landschaft immer wieder das Gefühl bekomme, es gibt nichts zwischen Perfekt oder Unperfekt, Model oder Freak, Richtig oder Falsch. Aber in den vergangenen Jahren habe ich wirklich viele Menschen getroffen und interviewt und kann sagen: Jeder hat sie, diese unperfekten Stellen, Macken, ein paar special effects – und die meisten, die ich traf, wussten trotzdem: anything goes. Irgendwo in der ganz persönlichen Nische. In der Komfortzone, die Problemzonen sofort ausradiert.

Wohlbefinden sollte keinen Druck auslösen. Sich selbst finden genauso wenig. Denn man ist ja schon da. Alles andere kommt, wenn es gut läuft und mit den richtigen Menschen um einen herum, fast wie von selbst. In diesem Sinne: Wohlsein! <3