acoustic plaza, die zweite

Ihr Lieben, lange nichts geschrieben. Es war so viel los, endlich konnte ich ein paar Menschen wieder live sehen und tatsächlich steht auch zwei Mal Livemusik an, jetzt. Ein Konzert findet schon diese Woche statt. Falls es euch also nach Xanten verschlagen sollte, kommt rum, der Eintritt ist sogar frei, lediglich einer Anmeldung/Registrierung bedarf es. <3

La, la, Livemusik

Merci an Jörg Klotzbach aka JIP Band für die Einladung nach Xanten. Fotos: Marius Görris

2018 durfte ich bereits an der herrlichen Kulisse der Xantener Südsee spielen, am Freitag bringe ich sogar ein neues Instrument mit. Denn da ich meistens mit der ganzen Family anreise und wir (noch) keinen VW-Bus haben, muss die Logistik genau geplant werden. Das E-Piano ist jedenfalls zu groß, für Freitag.

Hier die harten Fakten:

Wir sehen uns am 13.8. um 19 Uhr am Hafen Xanten, Salmstraße 30.

Mit von der musikalischen Partie sind die wunderbaren Kollegen Der Chucky, Evan Freyer und JIP Band. Weitere Infos findet Ihr hier. Freu mich sehr auf die illustre Runde, Euch und Livemusik nach quasi Jahr und Tag.

Auf bald. Eure Nadine

neuer pressetext, neue pläne

Tochter des Windes, Schattengewächs, Sonnenfrau: Nadine Sole (bis 2019 Nadine Beneke) singt engelsgleich und mit Wumms von einer besseren Welt, in der Nettigkeit keine Schwäche, Anderssein normal und Liebe die einzig wahre Superkraft ist. Ihre Songs wandeln dabei zwischen Selbstreflexion und Wunschgedanken, Lobpreisungen des Moments und Reisen in die Vergangenheit. Ihre Instrumente: Stimme, Schlagzeug, Ukulele und Klavier. Wie das klingt? Nach Tiefgang mit Soul.

Auf geht’s!

Beitragsbild: Julia Gagaik, Artwork: strassenmaid

Diesen Pressetext über mich selbst habe ich kürzlich verfasst. Nicht, dass ich scharf darauf wäre, von mir selbst in der dritten Person zu sprechen (wobei ich seit einem Jahr zugegebenermaßen relativ oft von mir selbst als „die Mama“ spreche). 😀 Allerdings fand ich, es war und ist an der Zeit, mal dazu zu stehen, was ich mache, wer ich bin, wie ich klinge. Auch wenn ich so dankbar bin, über alle Rückmeldungen, Lob und alles, was von außen kommt. Letztendlich ist das Ganze etwas, das ich selbst in die Hand nehmen möchte. Denn es geht wieder los. Aufnahmen, Kooperationen und vor allem: Live-Auftritte! Ich freue mich auf feierliche Anlässe und Konzerte mit echten Menschen. Darauf, wieder Musik erklingen zu lassen, auf Musik und Musikmenschen.

Neuer Fahrplan

Denn mit mir selbst habe ich reichlich Zeit verbracht. Ich habe mich neu aufgestellt, Dinge Revue passieren lassen und neue Lieder geschrieben. Ich bin gespannt, wie Ihr sie findet. Ein wenig geändert hat sich daher auch mein Fahrplan: War ich bis vor Kurzem noch davon überzeugt, ein Album namens „Schattengewächse“ zu veröffentlichen, so bin ich heute davon überzeugt, dass meine Themen sich gewandelt haben. Denn ich bin ein Glückskind. Das war ich schon immer – und waren die Widrigkeiten auch noch so widerlich – ich habe nie daran gezweifelt, dass wieder alles gut wird.

Deshalb möchte ich meine Gewichtung auch etwas anders verteilen. Die „Schattengewächse“ sind ein wichtiger Teil von mir, aber ich fühle mich vor allem als Glückskind. Deshalb wird am 7.12.2021 meine EP „Schattengewächse“ erscheinen, und am 7.7.2022 mein erster Longplayer, „Glückskind. <3 Freue mich, diese Neuigkeiten mit Euch zu teilen und freue mich weiter aufs Aufnehmen, Sortieren und Schreiben. Und natürlich auf eine große Sause im kommenden Jahr.

In diesem Sinne: auf bald!

Eure Nadine

liebe liebe liebesgeschichten – in text und ton

Am allerliebsten schreibe und erzähle ich Liebesgeschichten. In Text und Ton. Am Samstag darf ich wieder ein Paar begleiten und das freut mich ganz besonders. Long time no sing, no see, no garnix. Für meinen und wahrscheinlich jedermanns Geschmack zu lange, zu weit auseinander, zu wenig Musik. Aber: Gottlob gesund und glücklich. ❤

Neulich hat mir meine liebe Schwägerin Angela einen Floh ins Ohr gesetzt: Denn vor 5 Jahren habe ich bei meiner zweiten lieben Schwägerin Luisa und ihrem Mann André eine Traurede gehalten. Im Anschluss habe ich gesungen und – true story – nach dem Singen meinen Mann kennengelernt. Zuerst hat er sich in meine Stimme verliebt, was meine Eitelkeit ziemlich lange ziemlich doof fand. Aber inzwischen finde ich das toll. Denn meine Stimme ist mein Innerstes, und das hat er geliebt, lange bevor ich es lieben konnte. Mein Äußeres glücklicherweise auch. 😃

Festgehalten: die Schönheit des Moments

Was es jetzt mit dem Floh im Ohr auf sich hat? – Angela dachte, ich sei professionelle Traurednerin, obwohl ich seinerzeit noch glücklich in Festanstellung Texte schrieb. Auch Luisa hat mich schon einmal auf diese Idee gebracht. Aber im Alltag, mit einem Hirn voller bunter Seifenblasen und als bekennende Guck-in-die-Luft-und-leb-den-Moment-Rumhüpferin, habe ich die Idee innerlich verlegt. Ganz ehrlich: Es tat auch nicht Not. Nun aber ist die Geschäftsidee da, ich bin selbstständig und neben Konzerten, sonstigem Singsang und Texten aller Art – biete ich hiermit offiziell ein Einzel- oder Kombipaket Text und Ton an: Ich erzähle Eure Liebesgeschichte und singe Euch das passende Lied dazu. Und ich kann versprechen: Es wird Euch bewegen. Außerdem wird Eure Liebesgeschichte verewigt. In der Schönheit des Moments und auf Papier.

Die Traurede. Fotos: Lisa Dietermann

Selbstverständlich bin ich auch für Einzelaufträge zu haben und freue mich in fast jeder erdenklichen Form, Teil Eurer Liebesgeschichte zu werden. Schreibt mich einfach an. Wir finden Euer Paket.

Am Samstag übrigens heiraten der Bruder meines Mannes und seine Frau kirchlich. Ich bin aufgeregt und freue mich unglaublich. Ein Hoch auf die Liebe, Liebe Liebe. Und auf große Liebesgeschichten. ❤

tg mauss – momente vol. 1

Kürzlich lief ein John-Cage-Abend im SWR-Fernsehen. Gesehen habe ich ihn noch nicht, aber gedanklich bin ich mal wieder an „4’33“ hängen geblieben. Ganz besonders, weil ich in die neue Platte von TG Mauss reinhören durfte. Der New Yorker in Düsseldorf ist im Broterwerb-Leben Architekt und Designer. In seinem Künstlerleben designt er hervorragende elektronische Musik. Diese bezieht jenen Hintergrund, den der Avantgarde-Komponist Cage 1952 zur Hauptsache machte, auf herrlichste Weise mit ein. Auf seiner neuesten Platte zu hören: die Zeit der Distanz – und mehrere Funken Hoffnung.

Grillen, Gitarrenmusik und Störgeräusche

TG Mauss auf meinem Balkon. Beitragsfoto: Max Sand

Kaum besser hätte der Start des im Mai auf Hauch Records erschienenen Longplayers „Momente“ in die letzten Tage passen können. „Hitze“ lässt den Zuhörer eintauchen in ein grünes Gartenstück mit zirpenden Grillen, Gitarrenmusik und wohl gesetzten Störgeräuschen. Meditatives Eintauchen inklusive. Ankommen in einem schummrig-schwitzigen Moment, aus dem nicht wenige in den letzten Monaten sicher gerne geflüchtet wären. Getragen, angenehm leicht und mit sanft gesetzten Dissonanzen setzt sich das Album in Bewegung. Effektgeräte und Gitarre bleiben nicht immer gefällig, „Frost“ etwa zieht fordernd in der Magengegend, um sich schließlich im fast schon pompösen „Bliss“ aufzulösen.

Zeitzeugnis mit Nachhall

Die rein instrumentale Reise duch das distanzierte Düsseldorf, in den Garten von Torsten G. Mauss und zu jenen Momenten, die Mauss als musikalische Zeitzeugnisse festhält, lädt zum Träumen, Innehalten und auch zum Feiern ein. Denn dieser ruhigen Dynamik entspringt etwas Neues, noch nie Gehörtes. Wie auch: Diese Alle-Welt-Situation gab es noch nie. Gut, dabei einen Garten wie TG Mauss zu haben. Der Natur, Geräusch, kreierte Töne vereint. Ohne Hast, eben: mit Auge und Ohr für den Moment. Und um den geht es ja schließlich.

So folgt der stechenden „Distanz“ auf dem Album das menschliche Miteinander. „Kimdo“ klingt wie Aufbruch, wie der Neustart. „Momente Vol. 1“ hält den Finger sowohl in die Wunden als auch in die Wunder der vergangenen Zeit. Mal minimal, mal mit Pomp, immer hörenswert. In diesem Sinne: auf den Neustart!

P.S.: Bereits im April erschien die EP „Fragmente Vol. 1“. Ebenso hörenswert.

schlaf, sei kein schaf

Da liegen sie, die Zwei. Mein müder Mann und mein müdes Mädchen. Und ich, die müde Mama aka Nadine, sitze hier und tippe. Diese Ruhe, diese Augenringe. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen. 😀 Heute gewinnt das Tippen, denn zwischendurch muss ich etwas „für mich“ machen. Das hört sich so klischeehaft an, es ist unglaublich. Und überhaupt ist so vieles von dem, was ich als super-unabhängige Sängerin und Schreiberin undenkbar fand, plötzlich Realität.

Mama allmighty

Ursprünglich sollte der Mama-Teil dieses Blogs ja „Vorher-Nachher“ heißen. Aber Nachher kann nicht stimmen, denn Mama bleibe ich. Und das ist eigentlich schon unfassbar genug. Man macht sich vorher so viele Gedanken, denkt, so wenig Schlaf kann es ja gar nicht sein, so viel Arbeit auch nicht, denn geackert hab ich doch schon, Mann oh Mann. Und ja, ich habe geackert. Mann oh Mann! Und dann ist es da, dieses kleine Wesen, so zart und so schön, und so zerbrechlich. Die Schwangerschaft und die Geburt sind geschafft und das sind ja schon zwei nicht zu verachtende Meilensteine. Aber plötzlich ist das Leben auf den Kopf gestellt. Und es ist ziemlich egal, wie viel Arbeit und wie wenig Schlaf da warten. Ich kann natürlich nur von mir sprechen: Aber ich war ein solches Hormonschlachtschiff, hätte irgendwo eine Gefahr für mein Baby gelauert, ich hätte umgehend die Pranken um mich geworfen und gebrüllt wie eine Löwin. An der ein oder anderen Stelle hab ich tatsächlich über die Stränge geschlagen. Nicht nur Kinder kennen die Vorstellung der Omnipotenz. Auch ich war nach der Geburt davon überzeugt, alles zu schaffen. Ach! Ich denk es immer noch. 😀

Schlaftrunken. Foto: Giuliano Sole

Ein sicheres Indiz dafür ist, dass ich mit unmenschlich wenig Schlaf auskomme. Auch noch nach elf geschlagenen Monaten. War ich früher zelebrierende Morgenmuffelfrau, bin ich heute zu allen Tag- und Nachtzeiten fast beängstigend glockenwach. Und auch, wenn ich J. J. Cales „Cocaine“ für immer feiere – ich schaffe das selbstverständlich ganz ohne bewusstseinserweiternde Hilfsmittel! (Unter uns: Ich habe in meinem ganzen bisherigen Leben noch nicht einmal gekifft.) Schokolade hingegen tat ihren Dienst hervorragend, und an meiner Tippseite neigt sich die Packung Cookies gerade ihrem sicheren Ende zu. Ich möchte keine Zahlen zu Schlafzeiten, oder besser Nichtschlafzeiten, nennen und mein Hirn ist auch ganz sicher nicht in der Lage dazu, aber ich kann versichern: Viel Schlaf war es wirklich nicht. Nicht in den letzten drei Tagen, nicht in dem Monat davor und kurz nach der Geburt erst recht nicht. Und nur, weil es mir ausnahmslos wichtiger war, das Baby im Arm, in der Trage, oder im Wagen herumzuschaukeln, heißt das selbstverständlich nicht, dass ich nicht manchmal Angst gehabt hätte, vorn oder hinten überzukippen.

Hashtag Dankbarkeit

Das Gute ist aber: Es war mir so egal, wie ich nie gedacht hätte, dass mir etwas so Elementares wie Schlaf egal sein könnte. In Schulzeiten habe ich meine Mutter, so munkelt man, morgens angeknurrt. Dagegen ist die heutige Schlaf- und Launensituation bis auf wenige, verzweifelte Ausnahmen, okay. Das liegt ganz sicher daran, dass sehr viel Liebe in der Luft liegt bei uns. Und natürlich daran, dass ich nicht mehr Physik lernen muss. Wobei ich heute interessierter an Physik bin, als ich mir das erträumt hätte. Sei’s drum: Für mich ist das Mamasein trotz dieser wirklich außergewöhnlichen Schlafsituation das wohl Allerschönste, das mir je widerfahren ist. Hashtag Dankbarkeit. Kitschiger wird es heute nicht mehr. Und natürlich bin ich ja auch immer noch ein bisschen die Vorher-Person. Vielleicht verwandle ich mich auch irgendwann wieder in die Pampelmuse am Morgen. Ich mag die Jetzt-Person aber defintiv lieber. Und die beiden schlafenden anderen sowieso. In diesem Sinne: gutes Nächtle!

Eure Nadine