schattengewächse – album und aufruf

"Die Schattengewächse
kommen langsam ans Licht
Wer genau hinsieht
übersieht sie nicht"

Erwischt: Ich bin weder ein Amur-Adonisröschen, noch ein Dickmännchen und schon gar keine Stinkende Nieswurz. Dennoch tummle ich mich unter den Schattengewächsen. Ganz schön düster sah es zwischenzeitlich aus. So sehr, dass ich nicht im Geringsten an irgendeine Art von (Scheinwerfer-)Licht, geschweige denn an mich selbst glauben wollte. Aber es wurde besser. Ja, sogar gut. Seitdem bin ich vehemente Verfechterin der Sunshine-after-the rain-Theorie. Außerdem weiß ich: Es gibt noch mehr Menschen in der Kategorie Schattengewächs.

Ran ans Licht!

Solche Menschen, die im Schatten (auf-)wachsen, sich nur nach und nach (wieder) ans Licht trauen und dann: strahlen. Genau das möchte ich, mit meinem neuen Album, mit meinem Song und überhaupt mit meinen Songs. Mein Anliegen ist, dass Menschen Hoffnung schöpfen, durchatmen und die Sonne da durchblitzen sehen, wo es scheinbar keine gibt. Denn: Es gibt sie, irgendwo. Entscheidend ist der Moment, in dem es weitergeht. In dem man Bockmist in Bockwurst (oder gerne auch in ein leckereres und fleischfreies Gericht) verwandelt und sagt, was mein kluger Opa immer gesagt hat: Druff gschisse!

Schatten, Licht und Liebe, Liebe, Liebe. Fotos: Giuliano Sole

Im Moment lese ich Matthew McConaugheys neues Buch „Greenlights“. Hängengeblieben ist besonders folgender Ausspruch: „Ich schreibe nicht, um mich zu erinnern. Sondern, um zu vergessen.“ Das trifft in meinem Fall so ähnlich zu. Ich schreibe und singe, um mich mit Situationen, Erlebtem, mit mir selbst und den – Achtung, schnulzige Metapher – Schatten der Vergangenheit zu versöhnen. Denn ich möchte keinen Groll mit mir rumtragen. Been there. War kacke. Und auch wenn einer meiner liebsten Düsseldorfer Gastronomen mal zu mir sagte: „Die Wut hält mich jung.“ – Die Nerven hab ich nicht. „Liebe, Liebe, Liebe“ ist keine Floskel, der Ausspruch ist (m)ein Lebensgefühl. Nach meinen Konzerten habe ich oft die Rückmeldung bekommen, dass die „Schattengewächse“ Euch berühren, Nerven treffen und jeder eine persönliche Geschichte mit dem Lied verbindet. Genau die möchte ich erfahren.

Aufruf: Schattengewächse gesucht

Weil ich gute Geschichten und Menschen liebe und mich so auf mein neues Album freue, habe ich einen Instagram-Kanal eröffnet, auf dem sich Schattengewächse vorstellen. Ich habe dort meine eigene Geschichte geteilt – und die wunderbare Schreiberin, Künstlerin, Lyrikerin und Freundin Katja Panyutina ist ebenfalls bereits vertreten. Ich würde mich sehr freuen, wenn weitere Menschen, die sich in irgendeiner Form aus ihrem Schneckenhäuschen getraut haben und wieder happy op Jück sind, mit in unsere Runde kommen. Ich habe eine Liste, möchte aber auch Menschen dabeihaben, die ich (noch) nicht notiert habe. 🙂 Schreibt mir gerne hier oder auf einem Kanal Eurer Wahl, ein kurzer Text und ein Bild sind natürlich Voraussetzung. Dabei soll im Fokus stehen: Warum seid Ihr ein Schattengewächs? Und wie habt Ihr es geschafft, ins (Rampen-)Licht zu treten? Das Licht kann dabei ganz individuell aussehen. Ich freue mich wie Bolle auf Eure Geschichten.

Was Ihr davon habt? – Ruhm und Ehre, selbstverständlich! 🙂 Außerdem verlose ich drei „Tochter des Windes„-Alben und als Hauptpreis ein Wohnzimmerkonzert unter allen Teilnehmenden. In diesem Sinne:

Bis bald, Euer Schattengewächs im Sonnenlicht aka Eure Nadine

Zum Reinhören: Die Unplugged-Version des Stücks zusammen mit der wunderbaren Luise Weidehaas, Video: Rhein Unplugged

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