Lieblingsmusik

stunde zehn – wesentlich

Gerade wenn es um Musik geht, sind Name- und Genredropping gang und gäbe. Ich bin glücklich, wenn Klänge ankommen. Tief drinnen. Sowohl beim Spielen als auch bei Hören ist das für mich die Hauptsache. Die Düsseldorfer Band Stunde Zehn habe ich schon eine Weile auf dem Schirm. In meiner Funktion als Journalistin und Musikerin darf ich mir viel Musik anhören, und seit Neuestem: mit versierten Kollegen in Jurys sitzen.

Subtil eingängig

Auf diesem Wege bin ich bei David Ropertz und Philipp Jeschke gelandet. Stunde Zehn klingen für mich nach Aufbruch und Entschlossenheit, Liebe und Zuversicht. Die Kombination aus David Ropertz‘ filigran-virtuosen Gitarrenklängen und Philipp Jeschkes sanfter Stimmkraft überzeugt auf Anhieb. Dazu gesellen sich Texte, die zum Denken anregen, mit Kniffen überraschen und mitreißen. Das Düsseldorfer Duo besticht mit subtiler Eingängigkeit, lädt dazu ein, an Worten und Tönen zu verweilen und ist mit ihrem mal punkigen, mal romantischen Sound herausragend.

Das Duo Stunde Zehn: Philipp Jeschke und David Ropertz, Fotos: Stunde Zehn

David durfte ich bei einem Auftritt zusammen mit Fabian Haupt schon einmal live erleben. Vielleicht ein ganz kurzer Exkurs: Man hört es mir nicht an, aber ich bin ein riesiger Pink Floyd- und Jimi Hendrix-Fan. Außerdem kann ich Gitarrensoli der wildesten Güte mitsingen. Mitspielen – no way. Aber ich bin eine sehr exzessive Instrumentenmitsängerin. Was das mit Stunde Zehn zu tun hat: All das, was ich gerne mitsinge (und noch viel viel mehr), kann David Ropertz. Und das Allerbeste: Philipp Jeschke kann nicht nur gnadenlos gut, weich und überzeugend singen, sondern er findet auch wunderschöne Worte, die hängenbleiben.

Fazit: sehr hörenswert

Genau so gestaltet sich auch die im April erschienene Single „Wesentlich“, die den Smalltalk auf charmanteste Weise abkanzelt und wirkt. Von und nach tief drinnen. Das gilt natürlich nicht nur für diesen Song, sondern auch für die vielen anderen hörenswerten der Düsseldorfer Liedermacher. Verorten würde ich die beiden übrigens im mal emotionalen, mal energischen Pop. Aber wen interessieren schon Schubladen?

4 Gedanken zu „stunde zehn – wesentlich

  1. Starker Songtext! Fühle mich an der einen oder anderen Stelle etwas ertappt, und wünsche mir, diese Worte würden sehr sehr viele Menschen erreichen.
    PS: Die Musikszene in und um Düsseldorf begeistert mich immer wieder. Danke!

    1. Danke, liebe Bee, das finde ich auch und freut mich! Und man kann sich ja gar nicht oft genug selbst hinterfragen. 🙂 Aber auch nicht zu oft, natürlich! Liebe Grüße!

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